„Irgendwann muss doch mal Schluss sein mit dieser Studiererei!“

Als ich die Aufnahmebestätigung zum Studiengang erhielt und ich die Erfolgsmeldung verkündete, bekam ich weder tobenden Applaus noch schmiss man eine Party für mich.

„Was bringt dir das alles überhaupt?“

Ich blickte in lange Gesichter und durfte Sätze wie „Was bringt dir das alles überhaupt?“ oder „Wie lange dauert das jetzt?“ und „Wie gescheid willst denn noch werden?“ beantworten.

Das zweite Semester ist fast vorbei und Zeit die Karten auf den Tisch zu legen. Soviel vorweg: Kein Studium macht man umsonst und jede Weiterbildung ist wichtig!

Überhaupt könnten alle etwas freundlicher auf wissenshungrige Menschen reagieren und sie bei ihrer Entscheidung unterstützen. Ein berufsbegleitendes Studium bedeutet viel Kraftaufwand, große Freizeiteinbußen und immer das Gefühl zu haben, einen schweren To-Do-Rucksack mitzuschleppen. Prüfungs- und Abgabentermine sind ständige Begleiter und mal ganz abzuschalten gelingt nur schwer.

Ich weiß, worüber ich nichts weiß!

Selbstverständlich endet auch die solideste Ausbildung irgendwann, nur die Zeit bleibt nicht stehen. Ich möchte jetzt nicht auf neue Technologien eingehen oder über die Veränderung in unserem Kommunikationsverhalten schreiben und wie wir dabei im Wettbewerb stehen. Bildung darf auch nicht dem Selbstzweck dienen und ist mehr als ein reines Anhäufen von Wissen – die persönliche Wertschöpfung spielt eine ebenso große Rolle. Wilhelm von Humboldt definierte Bildung als

„die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen“.

Und aus diesem Grund habe ich eine Liste erstellt, was mir mein Studium bis jetzt gebracht hat:

1. Ich habe tolle Menschen kennengelernt
2. Snapchat ist eine der besten Erfindungen der Neuzeit
3. Barcamps eigenen sich hervorragend als Lernmethode
4. Content ist Queen(s)
5. Wissen kann einen finden
6. Man braucht nicht ständig ein schlechtes Gewissen zu haben
7. Fake it until you make it
8. Und was es für eine Content Strategie so alles braucht

Wem das nicht reicht, der findet das aktuelle Curriculum auf der Webseite der FH Joanneum.

Etwa ein Jahr hab ich noch vor mir und ich freue mich darauf! Vielleicht ist irgendwann mal Schluss mit der Studiererei, aber:

Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können. (Jean-Jacques Rousseau)


Artikel und Blogpostings meiner Studienkolleg/innen:

"Wo bleibt eigentlich die Content-Strategie?" Beitrag von Carmen Maria: www.pasosdecarmen.com/2015/04/wo-bleibt-eigentlich-die-content.html
"Wo bleibt eigentlich die Content-Strategie?" Beitrag von Carmen Maria: www.pasosdecarmen.com/2015/04/wo-bleibt-eigentlich-die-content.html
"Von 0 über 50 auf 100 und noch mehr..." Artikel auf Medium von Romana: https://medium.com/@romanamocnik/von-0-%C3%BCber-50-auf-100-und-noch-mehr-5c54b0ae0d4c
"Spät. Aber doch." Artikel auf Medium von Claudia: https://medium.com/@jakobi_claudia/sp%C3%A4t-aber-doch-91ab80aa3dc3
"Sehr, gut, befriedigend, genügend, nicht genügend." Blogposting von Isabel: http://isabel-anger.com/2015/04/sehr-gut-befriedigend-genuegend-nicht-genuegend/