Ohne mich, Krampus!

Ich habe den Krampus noch nie leiden können und was bietet sich da besser an, als am 5. Dezember einfach das Land zu verlassen?

Am frühen Krampusnachmittag lümmele ich wahrscheinlich schon auf meinem Gangplatz, schlage mich gerade mit dem aufblasbaren Nackenhörnchen herum, hab voraussichtlich auch schon meine Hose ausgezogen (darunter trage ich eine Jogginghose) und schieße das hundertste Flugzeug-Selfie. Vielleicht trinke ich zur Feier des Tages ein Bord-Bier.

In Tokio wird es stressig. Wie immer wird super viel los sein und es wäre günstig, sehr flott vom Airport zum Bahnhof zu kommen. Mit dem Shinkansen geht es direkt Richtung Osaka. Außerdem muss ich an diesem Tag etwas drängeln (kommt in Japan sicherlich gut an), denn ich brauche einen Sitzplatz auf der rechten Seite.  Ich muss den Fuji sehen!

Um den ersten Jetlag aus dem Weg zu gehen, wäre es gut bis 20 Uhr durchzuhalten. Auch für diesen Fall gibt es schon Pläne:

  • Plan A: Udon und frisches Asahi
  • Plan B: Im Apartment einschlafen
  • Plan C: Apartment hat nicht geklappt –> erstmals Unterkunft suchen

Schon verrückt, ich habe keine Ahnung was danach alles passieren wird. Soviel steht jedenfalls fest: Vor mir liegt ein Japan Rail Pass und ein Flugticket mit Japan, Hawaii und New York.

Trotz Airbnb-Unterkunft wird mich der Spaß noch eine Menge Kohle kosten. Und ich möchte in Hawaii Surfen lernen, daher spare ich mir vorerst das Geld fürs Fitnesscenter. Ich habe Plastikflaschen mit Quarzsand gefüllt und mir so Mini-Hanteln gebastelt. Natürlich hätte ich viel früher mit dem Training starten müssen und so viele Liegestütze kann ich bis dahin gar nicht mehr machen, um einen vernünftigen „Take-off“ hinzulegen – geschweige, dass ich es überhaupt aufs Brett schaffe. Das wird soooo peinlich!

Vielleicht hilft mir das Training ja beim Kofferpacken, denn das wird mein größtes Problem, irgendwie muss ich dieses Monster zubekommen.

Fortsetzung folgt …